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Phar-Mon Plus

Phar-Mon plus: Informationssystem zu psychoaktiven Substanzen und Medikamenten

 

Epidemiologische Studien bieten einen wertvollen Überblick über die Verteilung des Substanzkonsums in der Allgemeinbevölkerung. Mit Ausnahme von Cannabis (7,1 %) liegt die 12-Monats-Prävalenz von illegalen Drogen im Jahr 2018 bei 1 % oder weniger (Atzendorf, Rauschert, Seitz, Lochbühler & Kraus, 2019). Bei solch geringen Prävalenzen lassen sich jedoch mit epidemiologischen Studien nur sehr beschränkt Aussagen über Konsumformen, mögliche Gefahren des Konsums und Folgen des polyvalenten Konsums treffen. Um einen besseren Überblick über Veränderungen im Konsum neuer sowie etablierter Substanzen innerhalb Deutschlands zu erlangen, ist es deshalb notwendig, einen anderen Ansatz zu wählen und Informationen direkt in Populationen mit höheren Konsumprävalenzen zu erheben.

 

Das Projekt Phar-Mon plus setzt genau an diesem Punkt an. Es handelt sich um ein Informationssystem, das zeitnah und belastbar über neue Entwicklungen beim Konsum und der Verbreitung psychoaktiver Substanzen (legale wie illegale) in Deutschland berichtet. Um ein möglichst ganzheitliches Bild über den Konsum und die Trends psychoaktiver Substanzen zu erhalten, wird ein breites Spektrum unterschiedlicher Datenquellen und unterschiedlicher Methoden der Datenerhebung einbezogen. Die Indikatoren und Methoden werden miteinander kombiniert und in einem Netzwerk vereint. Auf diese Weise entsteht ein Baukastensystem, welches deutschlandweit sowohl eine routinemäßige Berichtserstellung als auch einen flexiblen Zugriff auf innovative Datenquellen erlaubt.

 

Das Besondere an diesem Projekt sind also die unterschiedlichen Datenquellen und Methoden, aus denen Trendinformationen bezogen und untersucht werden. Phar-Mon plus nutzt dementsprechend eine Mischung aus quantitativen und qualitativen Daten, die gezielt und fortlaufend erhoben werden.

 

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Mit dem Wissen über Veränderungen im Substanzkonsum in verschiedenen Populationen lassen sich nicht nur Gefahren erkennen, sondern auch gesundheitsfördernde und risikominimierende Strategien entwickeln und anpassen. Mehr Informationen zu den einzelnen Teilbereichen des Projekts finden Sie in den einzelnen Kategorien. Für fortlaufende Projektinformationen haben Sie hier [Link zur Anmeldung einfügen] die Möglichkeit, sich zum halbjährlichen Newsletter des Projekts anzumelden.

 

 

Kontakt

 

IFT Institut für Therapieforschung

Arbeitsgruppe Epidemiologie und Diagnostik

Dr. Kirsten Lochbühler

Leopoldstraße 175

80804 München

Mail phar-mon-nps@ift.de