Analysen und Substanzinformationen

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Substanzen

Die Wirkstoffe der hier getesteten Räuchermischungen, die JWH`s enthalten, wurden bereits in den achtziger Jahren von dem  Chemiker John W. Huffman entwickelt. Ursprünglich sollten sie in der Behandlung von Multipler Sklerose, AIDS oder nach einer Chemotherapie bei Krebserkrankungen zum Einsatz kommen. Nach J.W. Huffman sind die meisten Cannabinoide benannt und werden mit den Initialen JWH und einer Ziffer bezeichnet. 

Bei JHW-081, JWH-122, JWH-210 und JWH-250 handelt es sich um ähnlich wirkende Substanzen (Analoga) wie JWH-018. Dieses Cannabinoid wurde erstmal 2008 in "Spice" nachgewiesen. Alle gefundenen Substanzen sind experimentelle synthetische Cannabinoide, die nie systematisch am Menschen getestet wurden. Sie haben eine ähnliche psychotrope Wirkung wie das Tetrahydrocannabinol (THC), das aus den natürlichen Cannabisprodukten wie z.B. Gras oder Haschisch bekannt ist. Es sind kaum seriöse toxikologische Daten für diese Substanzen verfügbar  und es existieren keinerlei verlässliche Informationen zu Nebenwirkungen und Langzeitfolgen.

In einigen Produkten wurden Reaktionsnebenprodukte oder Hartparaffin (Paraffinwachs) nachgewiesen. Diese Substanz wird vermutlich für einen gut sichtbaren Rauch hinzugefügt ("Ausgeblasene-Kerze-Effekt"). Keines der bisher getesteten Produkte ist mit einer Deklaration des Wirkstoffs, einer Chargenbezeichnung oder einer Kontaktadresse des Herstellers oder Händlers versehen. Wie beispielsweise die in „Bloom“ aufgefundenen Verunreinigungen gezeigt haben, führen Hersteller keine adäquate Qualitätskontrolle und Analytik durch.

In einigen Produkten haben wir Inhaltsstoffe mit dem Wirkstoff AM-XXX gefunden. Das Kürzel AM bezieht sich auf den Forscher Alexandros Makriyannis vom Center for Drug Discovery (USA).